Nome in Esperanto

Einleitung

Nomen erkennen wir in Esperanto an der Endung -o (bzw. -oj im Plural). Mit der Akkusativendung -n unterscheiden wir das Objekt vom Subjekt, was (ähnlich wie im Deutschen) eine relativ freie Wortstellung ermöglicht.

Jen estas hundo. Ĝi estas la hundo de Karlo. Ĉiun tagon Karlo iras en parkon kun sia hundo. Tie ili renkontas aliajn hundojn.

Ofte Karlo kaj lia hundo ludas en parko. Karlo ĵetas la pilkon kaj la hundo kaptas la pilkon.

Geschlecht

Bei Nomen unterscheiden wir nicht wie im Deutschen zwischen männlich, weiblich und sächlich – in Esperanto gibt es für Dinge kein Geschlecht. Auch bei Tieren und Menschen gilt die allgemeine Bezeichnung als neutral.

Beispiel:
hundo → Hund (allgemein, egal ob Rüde oder Hündin)
posedanto → Besitzer (allgemein, egal ob Mann oder Frau)

Wollen wir das Geschlecht eines Tieres betonen, verwenden wir für die männliche Bezeichnung die Vorsilbe vir-, für die weibliche Bezeichnung fügen wir -in- vor der Nomenendung -o ein.

Beispiel:
virhundo → Rüde
hundino → Hündin

Beachte

Bei Personen nehmen wir die neutrale Version normalerweise auch für die männliche Bezeichnung. Nur die weibliche Bezeichnung wird mit -in- gebildet.

Beispiel:
posedanto → Besitzer (neutral oder Mann)
posedantino → Besitzerin (Frau)

Plural

Den Plural bilden wir, indem wir an das Nomen einfach die Endung -j anhängen.

Beispiel:
hundo → hundojHund → Hunde
parko → parkojPark → Parks
pilko → pilkojBall → Bälle

Fälle

Während wir im Deutschen zwischen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ unterscheiden, gibt es in Esperanto nur Nominativ und Akkusativ.

Nominativ

Das Subjekt (Wer/Was?) sowie Nomen, die nach einer Präposition verwendet werden (außer Unterscheidung von Richtung/Ort, siehe unten), stehen im Nominativ.

Die deutschen Fälle werden in Esperanto oft mit Präposition + Nominativ wiedergegeben.

Nominativ:
Der Hund ist schlau. → La hundo estas saĝa.
Genitiv:
Das ist der Hund des Jungen. → Tio estas la hundo de la knabo.
Dativ:
Karlo spielt mit dem Hund. → Karlo ludas kun la hundo.
Akkusativ:
Das ist eine Freude für den Hund. → Tio estas ĝojo por la hundo.

Akkusativ

Den Akkusativ bilden wir durch Anhängen von -n. Bei Nomen im Plural steht die Akkusativendung hinter der Pluralendung.

Beispiel:
la hundo → la hundonder Hund → den Hund
la hundoj → la hundojndie Hunde → die Hunde (Akk.)

Wir verwenden den Akkusativ:

  • für das direkte Objekt/Akkusativobjekt (Wen/Was?), weil es ohne Präposition verwendet wird und anders nicht vom Subjekt zu unterscheiden ist
    Beispiel:
    Karlo ĵetas pilkon kaj la hundo kaptas la pilkon.Karlo wirft einen Ball und der Hund fängt den Ball.
    Tie ili renkontas aliajn hundojn.Dort treffen sie andere Hunde.
  • für eine Richtung (Wohin?), wenn dieselbe Präposition auch für den Ort (Wo?) verwendet wird
    Beispiel:
    Ĉiun tagon Karlo iras kun sia hundo en parkon.Jeden Tag geht Karlo mit seinem Hund in den Park. (Wohin?)
    (vergleiche aber: Ofte Karlo kaj lia hundo ludas en parko.Oft spielen Karlo und sein Hund im Park. (Wo?))
  • für eine Zeitangabe (Wann?), wenn diese ohne Präposition verwendet wird
    Beispiel:
    Ĉiun tagon Karlo iras kun sia hundo en parkon.Jeden Tag geht Karlo mit seinem Hund in den Park.

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