Relativpronomen in Esperanto

Einleitung

Relativpronomen = bezügliches Fürwort

Relativpronomen leiten Relativsätze ein. In Esperanto nehmen wir für die Relativpronomen die k-Fragewörter. (siehe auch Relativsätze, Tabellwörter)

Mi serĉas la knabinon, kiun mi renkontis hieraŭ. Ŝi konkeris mian koron, kiu nun batas impete. Tio estas la plej mirinda, kio iam okazis al mi. Mi ne vidis la aliajn knabinojn, kiuj estis tie.

Ŝi estas la knabino, al kiu ĉion mi donus. Ŝi estas la knabino, kies rideto mi neniam forgesos. La unua, kion mi volas vidi ĉiun matenon, estas ŝia bela vizaĝo.

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Verwendung

Wenn wir mithilfe eines Relativsatzes Zusatzinformationen geben wollen, ersetzen wir darin das Nomen durch ein Relativpronomen. Welche Form wir verwenden, hängt dabei von der Rolle im Relativsatz ab.

Das Relativpronomen kiu

In den meisten Fällen verwenden wir in Esperanto die Formen von kiu als Relativpronomen. Anders als im Deutschen müssen wir nicht zwischen männlicher, weiblicher und sächlicher Form unterscheiden. Wir müssen aber beachten, ob wir Singular oder Plural sowie Nominativ oder Akkusativ benötigen.

Beispiel:
Ŝi konkeris mian koron, kiu nun batas impete.Sie eroberte mein Herz, das nun wild schlägt.

ein Herz → Singular
Wer/Was schlägt wild? → Nominativ

Mi ne vidis la aliajn knabinojn, kiuj estis tie.Ich sah die anderen Mädchen nicht, die dort waren.

andere Mädchen → Plural
Wer/Was war da? → Nominativ

Mi serĉas la knabinon, kiun mi renkontis hieraŭ.Ich suche das Mädchen, das ich gestern getroffen habe.

ein Mädchen → Singular
Wen/Was traf ich gestern? → Akkusativ

Ŝi estas la knabino, al kiu ĉion mi donus.Sie ist das Mädchen, für das ich alles tun würde

ein Mädchen → Singular
Wem würde ich alles geben? → Präposition al + Nominativ

Das Relativpronomen kies

Das Relativpronomen kies verwenden wir immer dann, wenn es im Relativsatz um eine Zugehörigkeit oder einen Besitz geht (auf Deutsch: deren, dessen).

Beispiel:
Ŝi estas la knabino, kies rideto mi neniam forgesos.Sie ist das Mädchen, dessen Lächeln ich nie vergessen werde.

Das Relativpronomen kio

Manchmal bezieht sich ein Relativsatz auf ein als Nomen verwendetes Adjektiv, das normalerweise im Superlativ (la plej …) oder einer entsprechenden Form (la unuadas Erste, la soladas Einzige) steht. In diesem Fall leiten wir den Relativsatz mit kio ein, wobei wir hier nur zwischen Nominativ und Akkusativ unterscheiden müssen.

Beispiel:
Tio estas la plej mirinda, kio iam okazis al mi.Das ist das Wundervollste, das mir je passiert ist.
La unua, kion mi volas vidi ĉiun matenon, estas ŝia bela vizaĝo.Das Erste, was ich jeden Morgen sehen möchte, ist ihr hübsches Gesicht.